Bitcoins – kaufen ... minen ... schon zu spät?

Es ist schon sehr interessant, was sich aktuell auf dem Markt zum Thema kryptische Währungen und hier im Speziellen Bitcoin tut. Sein Wert steigt momentan immer stärker an und immer mehr Menschen überlegen nun doch noch Bitcoins zu kaufen. Was genau muss man nun tun, wenn man auch auf diesen Zug mit aufspringen möchte? Kaufen? Oder gibt es noch etwas Interessanteres? Beispielsweise das Minen. Könnte das eventuell interessanter sein?

Oder ist es womöglich doch längst zu spät?

 


Bitcoins kaufen
Gehen wir einmal davon aus, Sie möchten Ihre eingekauften Bitcoins nach einer Weile wieder verkaufen. Ob Sie nun Gewinn oder Verlust erwirtschaften, liegt allein daran, ob der Bitcoin steigt oder fällt. Da der Kurs aktuell ständig am Steigen ist, werden Sie verkaufen wollen. Hier können Sie allerdings nicht sagen, Sie verkaufen nur den Gewinn, Sie müssen schon Coins verkaufen. Das bedeutet: Wenn man Coins kauft und lässt diese liegen, hat man den Kursgewinn. Möchte man allerdings wie bei Aktien auch Gewinn machen, muss man Coins verkaufen. Dann allerdings sind diese Coins weg.

Bitcoins minen
Eine andere Möglichkeit ist, Coins herzustellen – hier spricht man vom sogenannten Minen. Miner investieren nicht ihr Geld in Coins, sondern in Hard- und Software und stellen Coins selbst her. Gehen wir einmal davon aus, in einem Zeitraum von beispielsweise drei Jahren hat sich nun – sehr optimistisch betrachtet – der Kurs des Bitcoins verdoppelt. Jemand, der dann vor ein paar Jahren einen ursprünglichen Einsatz von 4.000 Euro pro Coin – also 5 Coins zu 20.000 Euro – eingekauft hatte, besitzt dann diese Coins, deren Wert sich heute auf 40.000 verdoppelt hat.

Jetzt stellen Sie sich einmal vor, Sie haben nun zum gleichen Zeitpunkt für 20.000 Euro Software gekauft, um Coins herzustellen. In derselben Zeit haben Sie nun – einmal relativ niedrig angesetzt – ungefähr die dreifache Menge produziert, dann haben Sie statt der 5 genau 15 Coins. Da sich deren Wert verdoppelt hat, haben Sie 15 x 8.000 Euro an Bitcoins. Das ist auf jeden Fall mehr wert als 40.000 Euro aus dem Kauf. Gehen wir mal davon aus, der Kurs hätte sich nun halbiert, stünde deren Wert bei 10.000,–. Wenn Sie nun 15 Coins haben und der Kurs hat sich halbiert, haben Sie rechnerisch 7,5 Coins – was immer noch mehr ist als 5 Coins. Somit bekommt man als Miner den Gewinn durch die Produktion – weil man in der Produktion den entsprechenden Coin ausgezahlt bekommt – wie auch den Kursgewinn obendrauf. Es ist also deutlich wirtschaftlicher, Coins zu produzieren als sie zu kaufen.

Wie die Bewegungen auf dem Markt stattfinden, ist das von verschiedenen Faktoren abhängig. Sehr gut vergleichen kann man das mit einer Goldmine. Wenn Sie mit einer Goldmine arbeiten, können Sie 50 Kilo kaufen oder 50 Kilo Gold aus einer Goldmine herausarbeiten. Wie man sich sicher sehr gut vorstellen kann, ist es nicht jeden Tag gleich leicht oder schwierig, das Gold abzubauen – mal ist es einfacher, mal ist es schwieriger. So ist darin eine Schwankung der Produktion und man kann nicht mit Sicherheit sagen, jeden Monat eine bestimmte Menge herausholen zu können. Und so schwank die Menge der produzierten Coins durch das Mining natürlich auch.

Das hört sich alles viel zu gut an? Gibt’s da keine Unwegsamkeit?

Doch, natürlich gibt es auch die, allerdings treffen diese sowohl für das Kaufen wie auch für das Minen zu. Das ist dann später ein eigener Blog wert. Und nun zu einer Frage, die ich in den letzten Wochen vermehrt höre:

Macht das alles noch Sinn, wenn der Bitcoin schon so »hoch steht«?
Diese Frage ist sehr interessant. Werfen wir mal einen Blick zurück: Am Anfang war der Wert eines Bitcoins von 20 Cent bis zu einem Wert von 350 Euro gestiegen. Diesen Stand hatte er vor etwa zwei Jahren. Heute steht der Bitcoin bei ca. 6.000 Euro. Wer hätte damals gedacht, dass diese kryptische Währung einen solchen Wertezuwachs haben würde und wahrscheinlich weiter hat?

Was denken Sie? Hat der Bitcoin noch weiter Luft nach oben? Kennen Sie eine Investition, die lukrativer ist?