Ich habe schon viel Geld verbrannt

So viel probiert und nichts hat geklappt. Und dabei schon so viel Geld verbrannt. Bei vielen Menschen, die zu mir kommen, ist es so gelaufen.


Es gibt unglaublich viele Geldanlagen und jeder verspricht das Blaue vom Himmel. Der Begriff des passiven Einkommens klingt schon sehr lukrativ und da kann man es nicht verübeln, wenn jemand sein Geld gewinnbringend anlegen möchte. Gefährlich wird es nur, wenn diese Anlagen dann in die Hose gehen. Schnell sind 100.000 investierte Euro komplett weg. Das tut weh. Und schürt verständlicherweise die Skepsis gegenüber anderen Geldanlagen. Oft ist nicht nur das Vermögen weg, sondern auch das Vertrauen.

Ohne Risiko, mit wenig Aufwand eine hohe Rendite erzielen ... Wer solche Versprechen glaubt, sollte besser die Finger weglassen von Investments. Wer zu mir kommt, ist meist bereits gebranntes Kind. Viele meiner Kunden haben schon große Summen ihres zurückgelegten Geldes verbrannt – und ihnen tut es richtig weh, denn sie haben ihre Investitionssumme meist über Jahre im Voraus angespart. Sie waren gutgläubig – und haben dafür im doppelten Sinne »bezahlen« müssen.

Schlechte Erfahrung und kein Geld mehr
Selbst, wenn jemand mit dieser Erfahrung noch einmal einen Versuch starten wollte ... wo soll das Geld dafür herkommen? Selbst mit der besten Strategie braucht es eine Investition, doch die ist zu diesem Zeitpunkt einfach nicht mehr möglich. Es ist schlichtweg kein Geld mehr da.

Das Problem mit der Erwartungshaltung
Wie konnte es zu solchen Reinfällen kommen? Das Versprechen war einfach zu lukrativ? Das Geld war da und der Moment passte? Das Problem ist: Diese Leute stehen morgens mit dem Gedanken auf „Jetzt bin ich Investor und verdiene gleich richtig viel Geld und mache nie Verluste!“. Sie haben jedoch nicht die leiseste Vorstellung davon, dass es möglicherweise nicht von heute auf morgen so funktioniert und dass das auch völlig natürlich ist.

Wie beim Erlernen eines Berufs braucht es für das Erlernen von erfolgreichen Investments Zeit. Und zwar Zeit, um Erfahrung zu sammeln, um Wissen anzuhäufen, um Strategien zu entwickeln. Irgendwann ergibt sich möglicherweise eine 50/50-Chance auf Erfolg. Selbst wenn alles richtig gemacht wurde und lediglich die Rahmenbedingungen nicht passen, wird die Investition kein Nummer-eins-Hit. Der Traum platzt.

Auch Investoren haben eine Lernkurve
Wer investieren möchte, muss wissen: Auch Investoren haben eine Lernkurve und durchlaufen eine Lernzeit, in der die Dinge erst mal erfahren werden müssen. Diese Lernzeit habe ich selbst auch durch, habe negative Erfahrungen gemacht und aus ihnen meine Lehren gezogen. Das müssen diejenigen, die mit ihrem Investitionswunsch zu mir kommen, nicht mehr durchmachen. Denn ich bringe meine Erfahrungen ein. Ich kann oftmals schon vorher erkennen, was in einem bestimmten Zeitraum passieren wird.

Risiken von vornherein einschränken
Es ist mir egal, wie euphorisch jemand mit etwas zu mir kommt und etwas machen will – wenn ich die Erfahrung gemacht habe, dass das nicht funktioniert, mache ich es nicht. Niederlagen gehören zwar dazu, doch warum sollten diese sich wiederholen, wenn ich weiß, was besser funktioniert? Es sei denn, jemand mag dieses Feeling des Geldverlierens. Aber dann nur mit meiner eindeutigen Vorwarnung.

Erwartungshaltungen müssen realistisch sein
„Ich muss bis Ende des Jahres jeden Monat 4.000 Schweizer Franken verdienen, Udo. Wie können wir das hinkriegen?“ Meine Antwort darauf lautet: Gar nicht. Das möchte ich an einem einfachen Rechenbeispiel von 10 bis 20 Prozent Rendite gerne erklären. Hierfür braucht man zwischen 40-80.000 Schweizer Franken, die investiert werden müssen, damit diese monatliche Rendite überhaupt herauskommen kann. Sind allerdings nur 20.000 Schweizer Franken für das Investment zur Verfügung, funktioniert es rein rechnerisch schon nicht mehr. Und weil man ja davon ausgehen muss, dass etwas auch mal schiefläuft, geht diese Rechnung nicht auf.

Mit einem längeren Vorlauf von beispielsweise einem weiteren Jahr und einer Investitionssumme von 100.000 Schweizer Franken, wäre ein solches passives Einkommen eine weitaus geringere Herausforderung und ich könnte die Frage eher mit „Ja“ beantworten.

Kennen Sie das auch, dass Sie schon viel Geld verbrannt und jetzt komplett das Vertrauen in Investments verloren haben? Bloggen Sie mit!