Kryptische Währungen

Warum sollten Sie sich zukünftig mit Bitcoin & Co. beschäftigen?


Ist Ihre Kreditkarte schon mal abgelehnt worden? Also ich hatte in den USA Probleme damit, dass meine Master Card akzeptiert wurde. Und umgekehrt haben Besitzer von Amex-Kreditkarten Probleme, überall in Deutschland damit zu zahlen. Wäre das nicht super, wenn es etwas geben würde, das überall auf der Welt als Zahlungsmittel akzeptiert wird?

Das war auch die Überlegung einiger Menschen, die sich gesagt haben: „Wir machen unsere eigene Währung – und zwar so, dass uns da niemand mehr reinquatschen kann.“ So hat sich eine Interessengemeinschaft gegründet, die es geschafft hat, die Marktkapitalisierung der kryptischen Währungen am Weltmarkt auf mittlerweile 150 Milliarden US-Dollar zu bringen. Die bekannteste dieser Währungen ist Bitcoin, daneben gibt es noch ca. 900 andere. Aber wie so oft bei neuen Dingen, werden sich am Ende nur ein paar durchsetzen. So wahrscheinlich auch bei den Kryptischen Währungen.

Kryptische Währungen werden aus meiner Sicht den Zahlungsverkehr absolut revolutionieren.
Und das fast ohne Kosten und mit ungeheurer Geschwindigkeit in der Zahlungsabwicklung. Geldtransfers von Deutschland in die USA beispielsweise dauern nach der klassischen Methode zum einen mehrere Tage, zum anderen werden sie noch mit extrem hohen Gebühren abgewickelt. Bei kryptischen Währungen ist die Transfergebühr mit ein paar Cent im Vergleich fast nicht erwähnenswert – und der Transfer ist nach ein paar Sekunden vollzogen.

Ich möchte Ihnen hier gerne ein paar grundlegende Fragen beantworten, die zum Thema kryptische Währungen oft aufkommen:

Was benötigt man für den Zahlungsverkehr mit kryptischen Währungen?
Die Voraussetzung für einen Transfer ist, dass sowohl Sender als Empfänger ein entsprechendes Konto besitzen. Doch werden dazu keine Banken mehr benötigt. Sehr gut vergleichen kann man solch ein Konto mit PayPal. Nur heißt ein Konto mit kryptischer Währung nicht mehr Konto, sondern Wallet.

Ebenso benötigt man selbstverständlich auch Akzeptanzstellen. Mittlerweile kann man mit kryptischen Währungen bei sehr vielen großen Unternehmen bzw. Institutionen bezahlen. Ich möchte hier ein paar Beispiele geben, an welchen Stellen Bitcoin akzeptiert wird:

  • Amazon
  • Alibaba.com
  • Zugtickets in der Schweiz
  • Edeka-Online
  • Dell
  • Microsoft, usw.

Schon viele große – gerade technologielastige Einrichtungen, sowie einige der größten akzeptieren Bitcoin.

Gibt es auch so etwas wie eine Wertentwicklung?
Am besten kann man sich das Thema mit der Wertentwicklung von kryptischen Währungen mit der Wertentwicklung von Gold visualisieren. Während Gold früher einen Wert hatte von 20 Dollar pro Unze, das sind etwa 30 Gramm, kostet diese Unze heute 1200 Dollar. Während der Bitcoin im Jahr 2009 noch 5 Cent gekostet hat, beträgt sein Wert heute rund 4000 Dollar. Experten sagen sogar, dass der Wert eines Bitcoins auf etwa eine halbe Million Dollar geht in den nächsten 20 Jahren.

Kryptische Währungen sind also unaufhaltsam auf dem Vormarsch!

Warum werden kryptische Währungen immer stärker?
Was man beobachten kann: Weltweit wird von Regierungsseite her das Bargeld weiter abgeschafft. Bei uns in Deutschland fällt beispielsweise der 500 Euro-Schein weg. In Skandinavien gibt es bei den Großbanken schon bald kein Bargeld mehr, in vielen Geschäften muss man schon jetzt mit Kreditkarten zahlen – selbst Brötchen. Die Folge ist: Jeder weiß, wo man sich gerade aufhält und wie man zahlt – denn Kreditkarten sind kontrolliert. Durch das Zahlen mit kryptischer Währung gibt es diese Kontrolle und Überwachung nicht mehr. Deshalb zeigen sich Regierungen nicht sehr begeistert von dieser Art des Zahlungsverkehrs, weil durch die gegebene Anonymität kriminelle Taten nicht verfolgt werden können. Und der Staat verliert damit seine Kontrolle über die Bürger. Doch genau das finden immer mehr Menschen als großen Vorteil, eben nicht mehr dieser Überwachung zu unterliegen und mit ihrem Zahlungsverkehr wie ein gläserner Mensch zu leben.

Wo bekommt man kryptische Währungen her?
Es gibt viele verschiedene Firmen, bei denen man ein Konto einrichten kann, mit dem man seinen Zahlungsverkehr managt. Diese sind mittlerweile schon sehr groß und bekannt: Bitstamp, Xapo, BitPanda sind nur einige dieser Firmen. Es gibt dutzende Exchanger – so nennt man diese, weil sie unser normales Geld gegen Bitcoins tauschen und man auch von dort aus Zahlungen mit Bitcoins machen kann. Man kann dort zum einen tauschen und zum anderen transferieren, während man beim klassischen Exchanger lediglich tauschen kann. Als Besitzer eines Wallets kann man sein Geld in Bitcoins tauschen, damit Zahlungen tätigen und auch wieder in beispielsweise Euro zurücktauschen und das Geld auf sein Bankkonto legen.

Wie funktioniert die Zahlung in Geschäften mit kryptischer Währung?
Sobald ein Konto für z.B. Bitcoin eingerichtet ist, bekommt man, wie man das von Bankinstituten auch gewohnt ist, bei einigen dieser Einrichtungen auch eine Kreditkarte. Nun kann jeder damit wie gewohnt einkaufen und bezahlen – in Euro, Dollar oder sonstiger Währung. Mit dem Unterschied, dass die Zahlung dann vom Bitcoin-Konto abgebucht wird statt z.B.: vom Euro-Konto. Bitstamp – demnächst auch BitPanda – bringen demnächst auch eigene Kreditkarten heraus. Gebühren für den Kurswechsel entfallen. Sie sehen, kryptische Währungen haben im Grunde genommen nur Vorteile gegenüber klassischer, bisher bekannten Zahlungsmethoden.

Die Vorteile kryptischer Währungen auf einen Blick:

  • Schneller Zahlungsverkehr
  • Minimalste Gebühren
  • Zahlungen sind nicht nachverfolgbar
  • Dezentrale Verwaltung

Unabhängigkeit als weiterer Vorteil
Natürlich wird auch jemand oder etwas benötigt, was alle Transfers auf irgendeine Weise kontrolliert. Das erledigt eine große Community, die sich darum kümmert, dass nichts schieflaufen kann. Die Dezentrale Verwaltung. Wie genau diese das macht und was man mit kryptischer Währung noch so alles machen kann, erkläre ich in meinem nächsten Blog.

Was ich gerne abschließend sagen möchte: Die Akzeptanz von kryptischen Währungen wächst. Wir sollten uns davor nicht mehr verschließen!